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Localization - Echolot, GPS und FunkgeräteZur richtigen Zeit am richtigen Ort. So einfach ist das...oder auch nicht. Die schwierigste Aufgabe am Wasser ist auch die wichtigste. Wir schätzen die Bedeutung von Localization - also dem Auffinden von Angelstellen im Gewässer - am Fangerfolg auf 80 Prozent. Aus diesem Grunde haben wir in die technische Umsetzung in den letzten Jahren viel Mühe investiert. Ich möchte unsere Erfahrungen kurz umreißen. Beim Echolot haben wir uns für ein Modell von Garmin entschieden. Da dieses Gerät damals nur als Einbauvariante lieferbar war, lag der Umbau auf mobilen Einsatz in unseren Händen. Nach einigem Suchen haben wir zwei kleine Koffer der Firma Peli erstanden. Diese sind aus einem sehr widerstandsfähigen Kunststoff gefertigt. Ein etwas kleinerer dient als Transportbehältnis für das Gerät, den Standfuß und das Befestigungsmaterial. In dem etwas größeren findet der Akkumulator, die Kabel und eine kleine Schraubzwinge Platz. Den Geber haben wir auf ein Aluminiumprofil montiert, welches mit der Schraubzwinge am Boot befestigt wird. Der Standfuß wird durch vier Bohrungen mittels Edelstahlschrauben auf der großen Pelibox montiert. Für die Kabel zum Geber und zum Akkumulator haben wir unter dem Deckel der Box einen Schlitz eingefräst. Die Box kommt mit ins Boot auf den Boden und dient als Basis. Nach längerem Herumprobieren hat sich ein Trockenakkumulator mit einer Kapazität von 10 Amperestunden als optimal herausgestellt. In der Praxis hält der Akku wesentlich länger, als es rechnerisch der Fall sein müsste. Das liegt daran, dass die Sendeleistung des Gerätes je nach Tiefe schwankt. Da große Tiefen beim Karpfenfischen nicht verwendet werden, sondern in der Masse eher flache Bereiche interessant sind, sinkt die Ausgangsleistung enorm ab. Dadurch ist es möglich, mit drei vollen 10-Ah-Akkus das Lot eine ganze Saison über zu betreiben. Diese Zusammenstellung ist sehr interessant, wenn man an lange Ansitze im Ausland denkt. SatellitennavigationDie wichtigste Technik auf dem Wasser. Das GPS hat uns mehr Fisch eingebracht, als wir das am Anfang angenommen hatten. Es ist die beste Möglichkeit, Angelstellen zu archivieren und jederzeit wieder aufzufinden. Und es ist die einzige Möglichkeit, bei völliger Dunkelheit oder Nebel eine Boje auf dem Wasser auf geradem Wege zu finden und damit die Schnur ohne Bögen auszulegen. Ferner kann man mit GPS auf Bojen völlig verzichten, wenn die Umstände dies erfordern. Herumleuchten mit Lampen in der Nähe der Futterplätze entfällt und die Präsenz des Bootes wird verkürzt. Allerdings muss man sich an die Systemgrenzen und an eine korrekte Bedienung erst gewöhnen. Den richtigen Umgang haben wir auch erst nach langer Übung gelernt. Unser Hauptfehler lag darin, dass wir bei der ersten Inbetriebnahme des Gerätes die Anzeige auf metrische Werte umgestellt hatten. Daraus resultierte eine haarsträubende Ungenauigkeit, die den Einsatz zum Fischen unmöglich machte. Das Gerät ermittelt die Positionsdaten mit amerikanischen Maßen und rechnet dann die Werte metrisch um. Das ergibt bei unserem Empfänger scheinbar eine große Abweichung bis hin zu indiskutablen Ungenauigkeiten um die 20 Meter. Belässt man die Messung auf dem Defaultwert, und übt die Handhabung ausreichend, dann lässt sich ein Punkt auf dem Wasser auf einen Meter genau bestimmen. Als weitere Schwierigkeit kommt noch die Nutzung des eingebauten Richtungsanzeigers hinzu. Wenn man einen gespeicherten Punkt auswählt, kann das Gerät durch Anzeige eines dynamischen Pfeils auf einem Kompass das Boot "führen". Das ist sehr komfortabel, hat aber einen Haken. Nähert man sich auf unter 30 Fuß an das Ziel an, reagiert die Pfeilanzeige mit wilden Richtungswechseln und wird unbrauchbar. In der Praxis benutzen wir einen Mix aus zwei Bedienvarianten. Bei ruhigem Wetter ohne Wind fährt der Ausleger nach Richtungspfeil auf das Ziel zu. Nähert er sich auf 30 Fuß, gibt er dem Boot einen letzten Ruderschlag Richtung Ziel und stellt das Rudern ein. Bei einem geübten Bediener gelingt es, dass das Boot daraufhin gegen die Boje fährt. Ist mit Drift zu rechnen, dann wird nach Richtungsanzeige begonnen und dann auf die Anzeige der absoluten Koordinaten umgeschaltet. Der Ausleger richtet sich in Kenntnis des Speicherwertes am Koordinatennetz aus. Ein konventioneller Kompass erleichtert die Navigation, da der vom GPS angezeigte Kompass träge ist und nur bei Fahrt reagiert. Eine effektive Anfahrt konkreter Koordinaten ist aber nur direkt auf der Nord- und Ostachse möglich. Das heißt, dass man sich noch am Ufer mit dem magnetischen Kompass über die Himmelsrichtungen orientiert. Dann fährt man mit dem GPS im Boot auf der Ostachse bis zum gewünschten Wert. Auf dieser Position dreht man das Boot um 90 Grad nach Norden und fährt bis zum zweiten Positionswert. So kann die maximale Genauigkeit aus den Geräten herausgeholt werden, da man die Rohdaten des Empfängers benutzt. FunkwellenVielleicht sind Funkgeräte Luxus - man kann darauf verzichten. Bei Dunkelheit auf dem Wasser benutzen wir Sprechfunk trotzdem gerne, da eine Signalisierung durch Lichtzeichen oder Rufe zum Ufer unterbleiben kann. Ist der Köder abgelegt, reicht ein Wort, um den Bediener der Rute davon zu unterrichten. Das ist leise, schnell und außerdem dekadent. Henrik (Oktober 2001)
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Karpfen im Netz? Carpermania - Karpfenangeln für Besessene! Seit 2001 habt ihr die Verrückten am Hals. |
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