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Lockstoff-Diffusion aus BoiliesWenn man von Mutti das Geld für 5 Kilogramm Mix erbettelt hat, stellt sich die Frage, was für Boilies man daraus fertigt. Müssen sie rund sein oder schneidet man den Teig einfach in Würfel? Und wie groß sollen die Köder werden? Eine Antwort darauf gibt die nähere Betrachtung der Lockstoff-Diffusion. Ein guter Karpfenköder soll Lockstoffe an das Wasser abgeben. In wie weit sich die Fische davon beeindrucken lassen, ist umstritten. Ganz genau weiß es niemand. Aber warum sollte man darauf verzichten? Damit die im Köder enthaltenen Lockstoffe ihre Wirkung auf unsere heiß geliebten Karpfen ausüben können, müssen sie den Boilie natürlich verlassen und in das Wasser gelangen. Dabei ist es nicht entscheidend, wie schnell sich der Boilie auflöst sondern wie schnell die wasserlöslichen Inhaltsstoffe aus unserem Köder in das Wasser entweichen können. Diesen Vorgang nennt man Diffusion. DiffusionDie Diffusion wird durch die unterschiedliche Konzentration der Stoffe im Boilie und im Wasser verursacht. Die Konzentration der Lockstoffe im Boilie ist hoch, die Konzentration im Wasser ist Null. Die Konzentration von Wasser im Boilie ist sehr gering - im Gegensatz zu seiner Umgebung. Diesen Konzentrationsunterschied versucht das System Boilie-Wasser auszugleichen. Und zwar dadurch, dass die Inhaltsstoffe aus dem Köder ins Wasser und dafür Wasser in den Köder diffundiert. Sicherlich haben die meisten Angler schon festgestellt, dass die Murmeln nach einiger Zeit weich werden und ihre Farbe verändern. Genau daran erkennt man die Veränderung in der Zusammensetzung. Dieser Prozess, die Diffusion, geschieht durch die Oberfläche des Boilies hindurch. Hat man viel Oberfläche, kann der Diffusionsprozess schneller ablaufen als wenn weniger Oberfläche vorhanden ist. Wenn man also von einer Lockwirkung auf die Karpfen ausgeht und effektiv mit seinen Ködern fischen möchte, sollte man bestrebt sein, die größtmögliche Lockwirkung zu erzielen. Dies erreicht man, wenn das eingebrachte Futter eine große Oberfläche hat und damit eine große Diffusion möglich ist. So lassen sich vielleicht vorbeischwimmende Fische auf den Futterplatz locken oder beim Überschwimmen des Platzes stoppen. Oberflächen-VolumenverhältnisEntscheidend ist also das Verhältnis von Köderoberfläche zum Ködervolumen. Hier sollte ein möglichst großer Wert angestrebt werden, um die vom Hersteller angepriesene Wirkung auf den Karpfen bestmöglich zu nutzen. Das gilt natürlich nicht nur für runde Köder. Deshalb wurden unsere Berechnungen auch für würfelförmige Boilies durchgeführt. An manchen Gewässern bietet sich der Einsatz solcher Köder auf Grund einer abfallenden Bodenstruktur an. Bei Kugeln und Würfeln stimmt das Verhältnis von Oberfläche zu Volumen bei gleicher Ködergröße überein. Der Würfel hat allerdings das 1,9-fache Volumen der Kugel, wenn die Kantenlänge gleich dem Durchmesser ist. Bringt man also das gleiche Futtergewicht ins Wasser, wären es nur ungefähr halb so viele Würfel wie Kugeln. Man erreicht aber prinzipiell die gleiche Lockwirkung beim Einsatz des gleichen Futtergewichtes, egal ob man Würfel oder Kugeln gleicher Größe füttert. Denn das Verhältnis von Oberfläche zu Volumen ist gleich und damit ist die Diffusion identisch.* Die Ködergröße ist nach unten begrenzt. Denn bei geringerer Größe leidet die Selektivität. Unser Bestreben nach bestmöglicher Diffusion hat also eine Grenze, die sich an den Weißfischbeständen orientiert. Die Selektivität leidet jedoch wenig, wenn man die Köder halbiert. Allerdings wird bei halbierten Ködern die Diffusion erheblich begünstigt. Bei halbierten Kugeln um 50 Prozent!
FazitWas schließen wir nun aus den vielen Zahlen?
René (Februar 2011) * Die Diffusion bei unterschiedlichen geometrischen Formen ist nicht exakt identisch. Die Abweichung ist jedoch für unsere Betrachtung nicht ausschlaggebend.
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Karpfen im Netz? Carpermania - Karpfenangeln für Besessene! Seit 2001 habt ihr die Verrückten am Hals. |
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